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Fernmeldedienst

Im Jahre 1992 hat der Landkreis Kaiserslautern nach der Auflösung der bis dahin tätigen bundeseigenen Fernmeldeeinheiten das Personal und die Ausrüstung übernommen und in eigener Zuständigkeit und Verantwortung diesen Fachdienst kontinuierlich weiter ausgebaut.

Der KatS-Fernmeldedienst mit den Bereichen:

  • Informations- und Kommunikationszentrale in der Feuerwache Kaiserslautern
  • Einsatzleitwagen 2, in Ramstein-Miesenbach stationiert
  • Einsatzleitwagen 1, in Linden stationiert
  • Mannschaftstransportfahrzeug, in Niedermohr stationiert

übernimmt bei Großschadensereignissen die Koordination aller notwendigen Kommunikationswege (Funk, Telefon, Telefax usw.), damit eine störungsfreie und effektive kommunikationstechnische Einsatzabwicklung erfolgen kann. Ein "rund um die Uhr" Betrieb ist durch das Personal zu gewährleisten.

Personalstärke: 45 Helferinnen und Helfer

Weitere Informationen finden Sie unter Katastrophenschutz Fernmeldedienst Landkreis Kaiserslautern.

Leitende Notärzte/Organisatorische Leiter

Im Jahre 1993 wurde im Landkreis Kaiserslautern eine Gruppe von Leitenden Notärztinnen/-ärzten und Organisatorischen Leitern aufgebaut. Diese Gruppe hat die Aufgabe, bei Großschadensereignissen und Katastrophen eine Sanitätseinsatzleitung zu bilden, den Einsatz des Sanitätspersonals zu koordinieren, sowie die optimale medizinische Versorgung von Verletzten und Betroffenen sicherzustellen.

Alle Mitglieder der Gruppe arbeiten ehrenamtlich, wurden durch den Landrat des Kreises in diese Funktion bestellt und am 01.03.2006 zu Ehrenbeamten ernannt. Die Alarmierung erfolgt nach einem speziellen Indikationsverzeichnis bereits im Vorfeld des Einsatzes der Schnelleinsatzgruppe (SEG). Die Kosten trägt der Landkreis.

Personalstärke: 6 Leitende Notärztinnen/-ärzte, 6 Organisatorische Leiter.

Gefahrstoffzug

Gegen Ende des Jahres 1988 hat der Landkreis Kaiserslautern das Landeskonzept "Gefahrstoffzug" auf der Kreisebene verwirklicht. Der Gefahrstoffzug wird im Rahmen der überörtlichen Gefahrenabwehr für fachspezifische Ergänzungsmaßnahmen zur Unterstützung der örtlich zuständigen Feuerwehren, eingesetzt.

Im Jahr 2004 wurde der ehemalige ABC - Zug Enkenbach-Alsenborn (Bundeseinheit) in den kreiseigenen Gefahrstoffzug als Dekon-P - Einheit integriert.

Zu den fachspezifischen Ergänzungsmaßnahmen zählen z.B.:

  • Erfassung und Beurteilung von Stoffinformationen einschließlich Spüren, Nachweisen und Messen von festen, gasförmigen und flüssigen Gefahrstoffen
  • Festlegen des Gefahrenbereiches
  • Absperren der Einsatzstelle
  • Eindämmen, Abdichten, Aufnehmen und Umfüllen von Gefahrgut
  • Dekontamination von Personen und Materialien

Die Fahrzeuge und sonstigen Spezialausrüstungen sind bei folgenden Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis stationiert:

  • Feuerwehr Enkenbach-Alsenborn
  • Feuerwehr Landstuhl
  • Feuerwehr Ramstein-Miesenbach
  • Feuerwehr Rodenbach
  • Feuerwehr Kindsbach

Personalstärke: 80 Feuerwehrangehörige

Schnelleinsatzgruppe (SEG)

Aufgrund der Neukonzeption des erweiterten Katastrophenschutzes auf Bundes- und Landesebene hat der Landkreis Kaiserslautern unter Mitwirkung der drei im Kreis vorhandenen Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz und Malteser Hilfsdienst) eine eigene

Schnelleinsatzgruppe (SEG) mit den folgenden Teileinheiten aufgestellt und ausgerüstet:

  • SEG-Sanität, DRK Kreisverband KL-Land
  • SEG-Betreuung, MHD Weilerbach
  • SEG-Verpflegung, ASB Mehlingen

Je nach Größe des Schadensereignisses erfolgt entweder die Alarmierung von Teileinheiten oder der kompletten SEG. Ein Einsatz erfolgt grundsätzlich, wenn die Leistungsgrenze des regulären Rettungsdienstes erreicht ist.

Diese Grenze wird z.B. überschritten bei:

  • Großbränden
  • Epidemien
  • Evakuierungen
  • Hochwasser oder anderen Naturereignissen, schweren Verkehrsunfällen (Strasse, Schiene, Luft o.ä.)

Die SEG hat die Aufgabe, der betroffenen Bevölkerung im Schadengebiet durch "Erste Hilfe-Maßnahmen" schnelle und umfassende Hilfe zu leisten, Verletzte und Erkrankte zu befördern, ärztliche Sofortmaßnahmen zu unterstützen, Betroffenen zu registrieren, zu betreuen und zu versorgen.

Personalstärke: 56 Helferinnen und Helfer.

Rettungshundestaffel

Im Sommer 2000 wurde die Rettungshundestaffel (RHS) Kaiserslautern e. V. gegründet. Sie ist dem Bundesverband Rettungshunde (BRH) angegliedert. Seit Sommer 2004 gehört die Rettungshundestaffel dem Katastrophenschutz des Landkreises Kaiserslautern an.

Zur Zeit verfügt sie über 15 geprüfte Flächen- und 2 Trümmerhunde. Es sind noch einige Hunde in Ausbildung. Aufgabe und Zweck ist es, in Not geratenen Menschen zu helfen. Zuständig ist die Rettungshundestaffel für regionale Einsätze in Rheinland-Pfalz.

Einsatzmöglichkeiten:

  • In unübersichtlichem Wald- oder Buschgelände
  • Nach Unfällen bei der Suche nach Schockopfern
  • Nach Erdrutschen
  • Explosionen aller Art
  • Flugzeugabstürzen
  • Eisenbahnunglücke

Die Alarmierung und der Einsatz der BRH-Rettungshundestaffeln sind für die Betroffenen und die Alarmierenden kostenlos.

Die Ausbildung eines Rettungshundeteams dauert ca. 2 Jahre. In dieser Zeit durchläuft das Team verschiedene Ausbildungsabschnitte.

Voraussetzungen beim Hund:

  • Gute Nasenveranlagung
  • Ausgeprägter Spiel- und Beutetrieb
  • Gute Sozialverträglichkeit

Wünschenswert wäre es, wenn der Hund schon im Welpenalter an die Rettungshundearbeit herangeführt wird. Hundeführer und Hund müssen eine Einheit bilden. Das Team besteht aus einem jährlich geprüften Rettungshund und einem ausgebildeten Hundführer.

Der Rettungshundeführer muss neben der praktischen Ausbildung mit seinem Hund auch eine Ausbildung in verschiedenen Sachgebieten absolvieren:

  • Erste Hilfe an Mensch und Hund
  • Fundierte Funkkenntnisse
  • Karten- und Kompasskunde
  • Trümmerkunde
  • Stressbewältigung Rettung und Bergung von Verunglückten

Weitere Informationen finden Sie unter www.rettungshunde-kaiserslautern.de

Technische Einsatzleitung

Im Hinblick auf eine geordnete Führung von Einheiten und Verbänden bei Großschadensereignissen und/oder Katastrophen, sowie als operativ-taktische Komponente im Führungssystem, hat der Landkreis Kaiserslautern dieTechnische Einsatzleitung (TEL) gebildet.

Einsatzgrundsätze:

Die TEL des Landkreises Kaiserslautern ist eine mobile Befehlsstelle, welche mit dem jeweils örtlich zuständigen Einsatzleiter, die technische-taktische Führung, aller an einem Einsatzort eingesetzten Einheiten/Verbände übernimmt. Sie soll dadurch den Einsatzleiter im Sinne des §§ 24 & 25 LBKG weitgehend unterstützen und entlasten.

Bei der TEL handelt es sich um eine Einheit / Einrichtung der mittleren Führungsebene. (Führungsstufe C). Ihr unterstellt sind, je nach Gliederung der eingesetzten Kräfte, die folgenden Führungsebenen:

  • Ebene der taktischen Einheiten: Trupp, Staffel, Gruppe
  • Ebene der taktischen Einheit: Zug
  • Ebene der Verbände

Bei Schadensereignissen mit der Einrichtung der operativ-taktischen Komponente Führungsstab (Führungsstufe D) und der administrativ-organisatorischen Komponente, arbeitet die TEL eng mit diesen Einheiten/Einrichtungen zusammen.

Die TEL kann, je nach Schadenslage, jederzeit vom örtlich zuständigen Einsatzleiter im Sinne des LBKG, angefordert werden. Die personelle Gliederung und Organisation besteht auf der Grundlage der DV 100.

Die Technische Einsatzleitung wird durch folgende mobile Einsatzmittel unterstützt:

  • Einsatzleitwagen (ELW 2 des Fernmeldedienst)
  • Abrollbehälter (AB) Führung

Führung Sie ist mit den erforderlichen Führungsmitteln ausgestattet.

Alarmierung:

Die Alarmierung der TEL hat auf Anweisung des örtlich zuständigen Einsatzleiters über die Feuerwehr-Einsatzzentrale (FEZ) der betroffenen Verbandsgemeinde, oder über die Integrierte Leitstelle Kaiserslautern, nach Einsatzstichworten, zu erfolgen. Sie kann jedoch auch durch die Informations- und Kommunikationszentrale des Landkreises Kaiserslautern erfolgen. Die Integrierte Leitstelle Kaiserslautern hat bei bestimmten Ereignissen (siehe "Einsatzstichworte") die TEL unmittelbar zu alarmieren.

Die TEL ist grundsätzlich bei den nachstehend aufgeführten Ereignissen zu alarmieren:

  • Ereignisse bei denen mehrere Züge von mehr als einer Verbandsgemeinde im Einsatz sind.
  • Naturkatastrophen auf Landkreisebene, die den Einsatz der TEL erfordern.
  • Epidemien oder Seuchen von denen eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen.
  • Terroranschläge mit Personenschäden und/oder erheblichen Sachschäden.
  • Gefahrgutunfälle, bei Alarmierung des kompletten Gefahrstoffzuges.
  • Flugunfälle.
  • Großbrände und Explosionen.
  • Unfälle mit radioaktivem Material.
  • Sprengstoff - und Munitionsfunde, in und um Wohngebiete mit unmittelbarer Gefährdung der Bevölkerung und/oder von Sachwerten.
  • Eisenbahnunfälle, ab Alarmstufe 3 möglich
  • Verkehrsunfälle, ab Alarmstufe 3 möglich
  • Waldbrände, ab Alarmstufe 3 möglich
  • Pflanzenschutz - und Düngemittelbrände, ab Alarmstufe 3

Die Alarmstufe 3 ist aus den einzelnen RAEP des Landes zu entnehmen.

  • auf Anforderung einer KatS-Behörde, der Polizei oder des Rettungsdienstes.

Beleuchtungseinheit

Um bei Einsätzen der Feuerwehr, des Sanitätsdienstes und des Katastrophenschutz Einsatzstellen, Bereitstellungsräume und Plätze umfangreich ausleuchten zu können unterhält der Landkreis Kaiserslautern die Beleuchtungseinheit des Katastrophenschutzes.

Die Beleuchtungseinheit ist bei der Freiwilligen Feuerwehr Hauptstuhl stationiert und verfügt über einen MZF-2 welcher die Ausrüstung zur Einsatzstelle bringt.

Auszug aus der Beladungsliste:

  • 2 Stromerzeuger 12 kVA Typ Einsemann BSKA 12 E
  • 2 Powermoon 1000 W
  • 5 Flutlichtstrahler 1500 W
  • 2 Flutlichtstrahler 1000 W
  • 9 Stative
  • umfangreiches Leitungs- und Verteilungsmaterial
  • umfangreiches Zubehör (Aufnahmebrücken, Elektrowerkzeug, Ersatzleuchtmittel, Sicherungsgerät etc.)

Die Geräte sind überwiegend auf 4 Rollcontainern, wovon 2 in Eigenleistung durch Einsatzkräfte der Feuerwehr Hauptstuhl geplant und gefertigt wurden, verladen.

Die Einsatzmöglichkeiten der Beleuchtungseinheit umfassen unter anderem:

  • ausleuchten großer Flächen
  • ausleuchten von Arbeitsbereichen
  • ausleuchten von Straßen und Wegen
  • Bereitstellung von Strom an Einsatzstellen, vor allem für elektrische Geräte mit großem Energiebedarf wie z.B. elektrische Lüfter, Plasmaschneider etc.

Notfallseelsorger

Seit 1999 wirken 9 Seelsorgerinnen und Seelsorger, des Prot. Dekanates Otterbach und seit 2002, 6 aus dem Prot. Dekanat Homburg/Saar, bei Einsätzen auf der KatS-Ebene (Landkreis) im psychosozialen Bereich mit. Auf Anforderung kann die Gruppe auch auf der Verbandsgemeindeebene in ein Einsatzgeschehen eingebunden werden. Dabei leisten die Geistlichen Beistand für Verletzte, unverletzt Beteiligte, Sterbende und deren Angehörige. Eine große Bedeutung kommt heute auch der Nachbetreuung der Helferinnen und Helfer nach emotional stark belastenden Einsätzen zu.

Psychosoziale Facheinheit

Psychosoziale Facheinheit Stadt- und Landkreis Kaiserslautern - SbE-Gruppe (Stressbewältigung nach belastenden Ereignissen).

Im November 2004 wurde die Psychosoziale Facheinheit für Stadt- und Landkreis Kaiserslautern aktiviert. Die 18 Frauen und Männer starke Gruppe des Katastrophenschutzes soll Angehörigen der Hilfs- und Rettungsdienste helfen, Stress nach belastenden Einsätzen zu bewältigen.

Als Beispiele sind zu nennen, schwere Verkehrsunfälle, Explosionen, Flugzeugunglücke, Zugunglücke wie in Herborn oder das Transrapidunglück in Lathen. Auch nach einer Traumatisierung der Helfer im "Einsatzalltag" kann die Aufarbeitung des Erlebten notwendig sein. Der Helferin und dem Helfer soll geholfen werden das "grausame" Erlebnis besser zu verarbeiten um psychische Erkrankungen, die bis zur Veränderung des Wesens einer Person führen können, zu verhindern.

Dieser interkommunalen Hilfsgruppe gehören Leitende Notärztinnen / Notärzte, Feuerwehrbeamte, Rettungsassistenten, eine Ordensschwester und Notfallseelsorger an.

Die SbE-Gruppe ist über die Integrierte Leitstelle Kaiserslautern anzufordern bzw. zu alarmieren.