Schmallenberg-Virus-Infektion
Ausbruch der Schmallenberg-Virus-Infektion im Landkreis Kaiserslautern amtlich bestätigt
Der Amtstierarzt Dr. Holger Hofmann stellt den Ausbruch der Schmallenberg-Virus-Infektion in einer Schafherde mit 250 Muttertieren in östlichen Landkreis fest. In der betroffenen Herde kam es zur Geburt von missgebildeten und toten Lämmern. Die neugeborenen Lämmer zeigten typische Veränderungen an den Gliedmaßen, im Becken- und Schulterbereich. Zum Nachweis der Infektion wurden Proben zum Landesuntersuchungsamt nach Koblenz und zum nationalen Referenzlabor gesendet. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (Friedrich-Loeffler-Institut) auf der Insel Riems bestätigte den amtlichen Verdacht durch den Virusnachweis (PCR-Test).
Aktuell wurden in Deutschland bei Tieren aus 240 Betrieben das Schmallenberg-Virus festgestellt. Da die Saison für das Ablammen gerade erst begonnen hat, werden mögliche Infektionen aus dem Spätsommer oder Herbst des vergangenen Jahres jetzt erst feststellbar. Tierhalter, die Missbildungen bei neugeborenen Lämmern und Kälbern feststellen, werden aufgefordert dies dem Veterinäramt mitzuteilen.
Nach bisherigen Erkenntnissen wird das Schmallenberg-Virus während der Weidesaison durch den Stich von einheimischen Stechmücken (Gnitzen) übertragen. Es kann für Schafe, Ziegen und Rinder gefährlich werden. Während das Virus für die infizierten Muttertiere selbst relativ harmlos verläuft, schädigt es den ungeborenen Nachwuchs. Die erkrankten Lämmer und Kälber kommen schwer missgebildet und nicht lebensfähig zur Welt. Menschen erkranken nach bisherigem Kenntnisstand nicht an dieser Infektion, so der Kreisveterinär.
Für weitere Informationen steht das Veterinäramt unter der Telefonnummer: 0631 7105-450 zur Verfügung.

