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Donnerstag, 24.01.2019
Kategorie: Pressemitteilung

100 Jahre Frauenwahlrecht

Jahrestag „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“

v.l.: Tobias Wolfanger (DGB), Elke Hannack (DGB), Dr. Andrea Stoll, Dorothee Müller, Heike Thompson, Rebecca Leis, Marlene Isenmann-Emser, Frauenministerin Anne Spiegel, Landrat Ralf Leßmeister

Am 19. Januar 1919 fanden die Wahlen zur verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung statt, bei der Frauen zum ersten Mal in Deutschland reichsweit wählen und gewählt werden konnten. Auf den Tag genau 100 Jahre später erinnerten die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Landkreis, DGB Westpfalz sowie Business and Professional Women Germany (BPW) in der Burgherrenhalle in Hohenecken an dieses besondere Jubiläum, als Frauen endlich das lang erkämpfte Recht auf aktive politische Mitbestimmung erlangten.
Als Gleichstellungsbeauftragte hatten Rebecca Leis und Dorothe Müller für den Kreis und Marlene Isenmann-Emser für die Stadt Kaiserslautern Kolleginnen von Institutionen, Gewerkschaften und Kommunen eingeladen. Die Veranstalterinnen hatten mit Frauenministerin Anne Spiegel, der stellvertretenden DGB-Bundesvorsitzenden Elke Hannack und Schriftstellerin und Drehbuchautorin Dr. Andrea Stoll hochkarätige Referentinnen gewinnen können.
Frauenministerin Anne Spiegel betonte, dass trotz des Kampfes über Generationen hinweg Frauen auch in unserer Gesellschaft weiterhin ungleichen Machtstrukturen in Alltag und Arbeitswelt begegnen. Sie rief alle Frauen dazu auf, solidarisch mit allen Frauen in der Welt zu sein, die unter oft schwersten Bedingungen für die Gleichstellung kämpfen. Gewerkschaftlerin Elke Hannack stellte fest, dass trotz Teilhabe in Führungspositionen und Entgelttransparenz die große Gleichberechtigung in der Arbeitswelt weiterhin ausgeblieben sei. Kindererziehung, Pflege und unbezahlte Familienfreizeit seien auch weiterhin ungleich verteilt. Auch Schriftstellerin Andrea Stoll appellierte, dass Frauen ihr freiheitliches Denken einbringen müssten, um das Erlangte zu verteidigen und rief zum Weiterkämpfen für die Gleichstellung auf: “Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen!“
Heike Thompson (BPW) moderierte den Vormittag und leitete auch das anschließende Podiumsgespräch mit den drei Referentinnen.
Die fundierten Redebeiträge führten deutlich vor Augen, dass auch 100 Jahre nach der erlangten Möglichkeit, als Frau politisch Einfluss zu nehmen, Anspruch und Wirklichkeit bei der Gleichstellung von Frau und Mann noch weit auseinanderliegen. 

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