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Mittwoch, 06.02.2019
Kategorie: Pressemitteilung

Akteure vor Ort mitnehmen - vom Reißbrett bis zur Umsetzung

Kooperationsprojekt „Konzeptionen in der Ortsentwicklung“ zwischen TU Kaiserslautern und dem Landkreis Kaiserlautern

Im Rahmen der Masterausbildung im Studiengang „Raum- und Umweltplanung" an der TU Kaiserslautern entwickeln Studierende in direktem Austausch mit den Bürgen vor Ort praxisnahe Lösungsansätze für baulich-räumliche und funktionale Situationen in dafür ausgewählten Ortsgemeinden. Im Wintersemester 2018/19 standen die Projektgemeinden Heimkirchen und Katzenbach im Fokus. Für die Kooperation zwischen TU und Kreisverwaltung war dies nun schon die vierte Runde intensiver Zusammenarbeit. Am 5. Februar stellten die Studierenden ihre Ergebnisse in der Kreisverwaltung vor.
In den ausgewählten Ortschaften eröffnen sich für die Bevölkerung durch den planerischen Blick der jungen Studierenden und den offenen Dialog oft ganz neue Aspekte der Innenwahrnehmung ihres Wohnortes. Dies sei eine hervorragende Unterstützung für die Kreisentwicklung, freut sich Landrat Leßmeister. Für die beteiligten Studierenden gibt die Kooperation mit den Kommunen die Möglichkeit, bei der Ausarbeitung von Planungsmöglichkeiten Erfahrungen im kommunikativen Austausch mit den Bürgern zu sammeln. Nicht nur die Kreisentwicklungsstrategien der Kreisverwaltung werden in dieser Weise wissenschaftlich unterstützt, auch die TU erfährt durch die Zusammenarbeit mit den Kommunen hinsichtlich ihres Bildungsauftrages, den Studierenden Praxisnähe zu vermitteln, gern gesehene Unterstützung. Diese Zusammenarbeit sei eine rundum gelungene Sache, so Landrat Leßmeister. Praxisnah können so Ideen und Lösungsansätze bezüglich örtlicher Problemsituationen mit fachlicher Unterstützung unmittelbar ausgearbeitet werden, die dann als Grundlage weiterführender Planungen nutzbar sind.
Jede der zwei ausgewählten Projektgemeinden hatte eine spannende Herausforderung für die fünf jungen Stadtplaner zu bieten: Als Aufgabe, die sich in der Ortsgemeinde Heimkirchen herauskristallisierte, galt es zu überlegen welche der Bestandsgebäude erhaltenswert sind und wie die Eigentümer zum Handeln bewegt werden könnten. Außerdem wurde angeregt leerstehende Gebäude mit geringem Grundstücksanteil abzureißen, um den Nachbargebäuden mehr Grünflächen zu ermöglichen.
In der Ortsgemeinde Katzenbach ging es um eine Identifikation der vorhandenen historisch wertvollen und ortsprägenden Baustrukturen. Viele dieser Gebäude sind ehemalige landwirtschaftliche Anwesen von unterschiedlicher Größe. Hier galt es Ideen für eine eventuelle Umnutzung zu entwickeln.

Seitens der TU wird das Projekt von Prof. Dr. Ing. Holger Schmidt und Dr.-Ing. Thomas Fischer, beide vom Fachgebiet Stadtumbau und Ortserneuerung, wissenschaftlich betreut. Seitens der Kreisverwaltung unterstützen René Mar und Annette Diederich im Rahmen der Kreisentwicklungsplanung das Projekt.

 

 

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