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Mittwoch, 20.12.2017
Kategorie: Pressemitteilung

Bürgerbus Frankenstein – eine private, kreisüberschreitende Initiative

Landrat Ralf Leßmeister und Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt überreichen den symbolischen Scheck als „Starthilfe" für den Bürgerbus an Monika Schirdewahn (Bildmitte)

Seit Oktober 2017 hat Frankenstein einen Bürgerbus, der älteren Menschen über 60 aus Frankenstein die Mobilität zwischen Hochspeyer und Weidenthal (Landkreis Bad Dürkheim) ermöglicht. Die Initiative dazu kam von Monika und Horst Schirdewahn. Das Ehepaar hatte bis April dieses Jahres ein eigenes Taxiunternehmen. Da ihnen, wie sie selbst sagen, das Fahren im Blut liegt und sie von der Immobilität älterer Menschen in ihrer Gemeinde wussten, entschlossen sie sich, für ihre Gemeinde einen Bürgerbusverein zu gründen. Die Ortsgemeinde Frankenstein kann für dieses Projekt keine Mittel zur Verfügung stellen. Sieben Mitglieder zählt der eingeschriebene Verein bislang, als Fahrzeug dient das Privatauto des Ehepaars, das Platz für vier Fahrgäste bietet. Aus versicherungstechnischen Gründen können im eigenen PKW als Fahrer nur Monika und Horst Schirdewahn und Schwiegertochter Sarah eingesetzt werden. Wenn nötig, können auch ein Rollator oder ein faltbarer Rollstuhl im Kofferraum untergebracht werden.
Die kostenlosen Fahrten zwischen Weidenthal und Hochspeyer finden immer mittwochs von 8 bis 16 Uhr statt. Unter der Rufnummer 06329 8302 oder 01707046148 können die Fahrten angemeldet werden, wobei Monika Schirdewahn den Fahrplan koordiniert. Die Fahrgäste werden vor der Haustür abgeholt und später wieder zurückgebracht. Mit seinem Routenplan stärkt der Bürgerbus die Mobilität über die Kreisgrenze hinweg. Der Verein hofft auf Wachstum und die Möglichkeit, ein eigenes Auto beschaffen zu können. Damit wären auch der Einsatz weiterer Fahrer möglich. Wünschenswert wäre es auch, wenn der Verein kreisübergreifend wäre.
Am 20. Dezember stellten Monika und Horst Schirdewahn ihr Bürgerbusprojekt der Ersten Kreisbeigeordneten Gudrun Heß-Schmidt vor und freuten sich über den Scheck, den ihnen die Kreisbeigeordnete bei dieser Gelegenheit überreichte. Das ehrenamtliche Engagement, mit Bürgerbussen für die Mobilität gerade im ländlichen Raum zu sorgen, wird laut Kreistagsbeschluss mit einer Starthilfe in Höhe von 5000 Euro unterstützt.
Gudrun Heß-Schmidt dankte dem Ehepaar Schirdewahn für das vorbildliche Engagement und betonte, dass die Bürgerbusbewegung ein wichtiger Bestandteil im dörflichen Miteinander geworden sei. Die Bürgerbusse stärkten nicht nur die Mobilität der älteren Mitbürger, sie seien darüber hinaus auch eine wichtige Möglichkeit für zwischenmenschliche Kontakte. Mit seinen unterschiedlich aufgestellten Bürgerbusinitiativen in verschiedenen Gemeinden gehöre der Landkreis Kaiserslautern zu den Spitzenreitern im landesweiten Bürgerbusangebot.
Dr. Holger Jansen von der Agentur Landmobil hatte die Initiative in Frankenstein bei der Vereinsgründung für den Bürgerbus beraten. Beauftragt vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau unterstützt die Agentur mit dem landesweiten Beratungsprojekt „Bürgerbusse Rheinland-Pfalz“ lokale Gruppen, Orts- und Verbandsgemeinden mit Interesse am Thema Bürgerbus.

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