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Donnerstag, 12.03.2020
Kategorie: Pressemitteilung

Einweihung des beispielhaften Naturschutzprojekts „Kranichwoog“ in Hütschenhausen

NABU und Kreis Kaiserslautern stellen Naturschutzprojekt für Amphibien, Insekten und Vögel vor

Gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken und dem Landrat des Kreises Kaiserlautern Ralf Leßmeister stellte Cosima Lindemann, Vorsitzende des NABU Rheinland-Pfalz am 12. März das Naturschutzprojekt „Hütschenhausener Woog“, besser bekannt unter dem Namen Kranichwoog, der Öffentlichkeit vor. Der Hütschenhausener Woog ist Teil des FFH-Gebiets Westricher Moorniederung und bietet künftig seltenen Amphibien, wassergebundenen Vogelarten und Insekten einen neuen Lebensraum, sowie vorbeiziehenden Zugvögeln einen Rastplatz.
„Über viele Jahrzehnte wurden einstige Feuchtlebensräume trocken gelegt, um sie bewirtschaften zu können. So sind viele Lebensräume für Amphibien, aber auch wassergebundenen Vogelarten verloren gegangen“, stellt Cosima Lindemann fest. „Wir freuen uns daher sehr, dass es gelungen ist, einen solchen Lebensraum neu zu gestalten und so einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität zu leisten“, betont die NABU-Vorsitzende.
„Das Projekt war nur durch die große Akzeptanz vor Ort und die gute Zusammenarbeit vieler Akteure möglich. Neben der Ortsgemeinde Hütschenhausen, dem Kreis Kaiserslautern, den örtlichen Jägern, dem Forstamt, dem Bauernverein ist vor allem auch das Dienstleistungszentrum ländlicher Raum hervorzuheben, ohne dessen großes Engagement das Projekt nicht hätte realisiert werden können“, so der NABU-Projektleiter Siegfried Schuch.
„Der Kranichwoog ist, was die Planung, die gemeinsame Umsetzung aller Projektbeteiligten und die Einzigartigkeit anbelangt, ein Leuchtturmprojekt des Naturschutzes, das ähnlich wie die Mehlinger Heide weit über den Landkreis Kaiserslautern hinaus strahlen wird“, beschreibt auch Landrat Ralf Leßmeister seine Begeisterung. „Bereits im ersten Jahr des Bestehens konnte eine große Zahl wassergebundener Vögel nachgewiesen werden. Die geplante Beweidung der Woog- und umliegenden Flächen mit Wasserbüffeln wird für Naturschutz und Besucher eine weitere Bereicherung darstellen“, ist Leßmeister davon überzeugt, dass „sich das Projekt zum Vorzeige- und Erfolgsmodell entwickeln wird“.
Die Westpfälzische Moorniederung war einst sehr artenreich: hier lebten unter anderem Moorfrosch, Kiebitz und Wiesenpieper. Doch durch Entwässerung und intensive Nutzung sind viele feuchtigkeitsgebundene Tierarten stark zurückgegangen, oder ganz verschwunden. Um diesen Rückgang zu stoppen, haben der NABU Rheinland-Pfalz und der Landkreis Kaiserslautern in enger Zusammenarbeit während der letzten beiden Jahre ein Feuchtgebiet in der Größenordnung von ca. 6 Fußballfeldern neu geschaffen. Finanziert wurde das Projekt aus Landes- sowie Bundesmitteln. Die Flächen wurden vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westpfalz im Rahmen der Flurbereinigung zur Verfügung gestellt und vom NABU Rheinland-Pfalz erworben.


Gemeinsame Pressemitteilung des NABU und der Kreisverwaltung Kaiserslautern.

 

 

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