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Freitag, 22.03.2019
Kategorie: Pressemitteilung

Jeder Sandstein hat seine eigene Farbästhetik

Firmenbesuch im Carl Picard Natursteinwerk

Der Firmenbesuch im Carl Picard Natursteinwerk GmbH begann für Landrat Ralf Leßmeister mit einer Führung durch den Steinbruch im Schweinstal. Martin Picard, der das Familienunternehmen nun schon in der vierten Generation leitet, wollte seinen Gästen zeigen, wo das Unternehmen sein Ursprung hat. „Hier an dieser Stelle hat mein Urgroßvater zusammen mit seinem Bruder Schleifsteine auf Pferdefuhrwerke geladen, die aus dem quarzhaltigen Sandstein des Steinbruchs hergestellt wurden. Der Firmensitz war damals noch in Remscheid,“ erläutert Martin Picard. Der hohe Quarzgehalt von 95 Prozent mache aus Schweinstaler Sandstein einen außerordentlich langlebigen Werkstoff. Sandstein sei ein authentisches Naturprodukt, das ein hervorragendes energieneutrales und langlebiges aber auch belastbares Baumaterial sei.
Das Farbenspektrum von rund 20 Farbtönen, das die Buntsandsteinschichten im Schweinstal bieten, macht das Natursteinwerk besonders für den Denkmalschutz interessant. Landrat Leßmeister, der in Begleitung von WFK-Geschäftsführer Dr. Philip Pongratz, Ortsbürgermeister Uwe Vatter und HWK-Präsidentin Brigitte Mannert in das Natursteinwerk gekommen war, zeigte sich beeindruckt von der mitreißenden Begeisterung, mit der Martin Picard sich für den Sandstein einsetzt.
Diese Liebe zu den Steinen ist mit einer ebenso großen Liebe für die Kunst verbunden, die Martin Picards Vater Carl Picard 1986 zur Etablierung eines Bildhauersymposiums im Schweinstal veranlasste. Seit Martin Picard vor über 10 Jahren das Familienunternehmen übernahm, setzt er weiter zusammen mit seinem Vater auch die Kunst- und Kulturprojekte im Steinbruch sowie im Rahmen der Bildhauersymposien fort.
Bei der späteren Betriebsbesichtigung erläuterte Martin Picard die verschiedenen Arbeitsschritte, wie die im Steinbruch gewonnenen Gesteinsblöcke weiterverarbeitet werden.
Die vielfältigen Erscheinungsformen des Sandsteins geben jedem einzelnen Produkt eine jeweils individuelle Ästhetik. Die Produktpalette umfasst Baubedarf wie beispielsweise Wandbekleidungen, Bodenbeläge, Abdeckplatten für Innen und Außen, Mauerwerk, Brunnenanlagen, Treppen, Fensterbänke oder Elemente für den Gartenbau. Einen großen Stellenwert haben auch die Anfertigungen im Rahmen des Denkmalschutzes zum Bewahren und Erhalten von jahrhundertealten Bauten wie etwa dem Speyerer Dom.
Elf Beschäftigte arbeiten in dem Unternehmen und gerade absolvieren auch wieder Schüler einer französischen Meisterschule ein vierwöchiges Praktikum. Das Materialverständnis kommt nur durch die handwerkliche Erfahrung, die man bei dem direkten Bearbeiten des Steins erlebt, betont Martin Picard.
Obwohl der Sandstein ein charakteristisches Baumaterial gerade hier in der Region sei, könne man vor Ort leider kein Interesse bei Bauherren feststellen, dieses Material zu verwenden. Oft herrsche das Vorurteil, Sandstein sei als Baumaterial zu kostenaufwendig und zu empfindlich, bedauerte Martin Picard.
Hier versprach Landrat Leßmeister Unterstützung. Zusammen mit der Architektenkammer plant der Landkreis Kaiserslautern Publikationen zum Thema „Wir sind Heimat“, die den Blick auf den Erhalt und Neubau gelungener ortsbildprägender Häuser lenken möchte. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass dabei über die Vorzüge von Sandstein als Baumaterial aufgeklärt wird.“

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