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Samstag, 09.12.2017
Kategorie: Pressemitteilung

Landratswechsel im Landkreis Kaiserslautern

Verabschiedung von Paul Junker als Landrat und Ernennung von Ralf Leßmeister als neuer Landrat

v.l. Landrat Paul Junker und sein Amtsnachfolger Ralf Leßmeister

Im Rahmen einer feierlichen Kreistagssitzung ernannte der scheidende Landrat Paul Junker seinen Amtsnachfolger Ralf Leßmeister zum neuen Landrat des Landkreises Kaiserslautern. Der Einladung am Freitag, 8. Dezember 2017, im Haus des Bürgers in Ramstein-Miesenbach waren nicht nur die Kreistagsmitglieder gefolgt, sondern auch zahlreiche Bürger und Bürgerinnen sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Sport. Unter den Gästen befanden sich Orts- und Verbandsbürgermeister des Landkreises Kaiserslautern, beide eigens angereiste Landräte aus den Partnerlandkreise Olesno (Polen) und Rapla (Estland), Landräte benachbarter Kreise, der Oberbürgermeister und Beigeordnete der Stadt Kaiserslautern, Vertreter der hier stationierten NATO- und US-Streitkräfte, von Banken und Sparkassen, der TU und der Hochschule Kaiserslautern sowie der Schulen, der Polizei und Justiz, der Landesforsten und der Reichwaldgenossenschaft, der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer, der regionalen Energieversorger, des Landesbetriebs Mobilität, der ZAK-Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Die Spielgemeinschaft Hütschenhausen sorgte für einen angemessenen musikalischen Rahmen.
„Wehmut und zugleich Freude“ beschleiche sie an diesem Tage, sagte Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt in ihrer Verabschiedungsrede. Wehmut, weil sie einen Freund verabschiede, und Freude, da der politische Staffelstab an Ralf Leßmeister weitergegeben werde. Sie riss kurz Junkers Lebenslauf an und vermerkte „seine Liebe zur Heimat“, die sich in seiner Bodenständigkeit, Geradlinigkeit und Verlässlichkeit ausdrücke. Er habe es mit seinem „offenen und transparenten Führungsstil“ verstanden, die Menschen mitzunehmen „auf diesem Staffellauf“ einer Kreisentwicklung, so Heß-Schmidt und zählte einige Meilensteine der politischen Aufgaben wie Entschuldungsfonds, Abfallwirtschaft oder Kreishaussanierung auf. Junker habe sich immer als „primus inter pares“ gesehen, der als Erster unter Gleichen auf Augenhöhe agierte und feinfühlig und mit menschlichem Gespür auf jeden Einzelnen sich einließ. Nicht unerwähnt ließ sie Junkers Leidenschaften für Sport wie Radfahren und Badminton.

Als besondere Überraschung erhielt Paul Junker nach dieser Laudtio vom Feuerwehr-Landesverband Rheinland-Pfalz die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille, als höchste Auszeichnung für zivile Nichtfeuerwehrkräfte, die in Deutschland verliehen wird. Die Feuerwehr sei die „größte, schönste und beste Bürgerinitiative des Landes“ dankte Junker für die Auszeichnung.

Seine Amtszeit sei „vielfältig, abwechslungsreich und spannend“ gewesen, resümierte Junker. Und schloss ein Lob an die Kandidaten für die Wahl seines Nachfolgers an, denn der Wahlkampf sei „zwar intensiv aber äußerst fair“ verlaufen, wodurch die Kandidaten dem „Ansehen der Politik Pluspunkte verliehen“ und der kommunalen Selbstverwaltung „einen großen Dienst erwiesen“ haben. „Niemand kann alleine etwas bewegen“, rief Junker aus und hob mehrfach hervor, dass es auf den Menschen ankomme. Er dankte für die ihm entgegengebrachte Kollegialität, das Vertrauen und die Freundschaft. Die Zusammenarbeit, von Wertschätzung und Zuverlässigkeit geprägt, habe ihm „durchweg Freude gemacht“, sagte er und nannte viele Mitarbeiter und Mitstreiter namentlich. Das habe ihm „Kraft gegeben, anzupacken“. Er erinnerte an die vielen konstruktiven Diskussionen im Kreistag und dankte den Kreistagsmitgliedern für die vergangenen acht Jahre guter Zusammenarbeit. „Meine Zukunft ist die Gegenwart“, schloss er seine Rede und blickte mit Vorfreude auf kommende Arbeiten im eigenen Wald und die Holzbau-Vorhaben für die Enkelkinder.

Ehrlichen Respekt vor einer großen Lebensleistung drückte Kreistagsmitglied Dr. Peter Degenhardt im Namen aller Kreistagsmitglieder und -fraktionen aus. Junker sei ein „Kümmerer, ein unermüdlicher Arbeiter, hartnäckig wie ein Terrier auch in Details“. „Er war und ist blendend informiert, fleißig, kundig, kompetent“ – so sehr, dass man „mit Ehrfurcht oder Grausen“ an die Schaubilder zurückdenke, mit denen Junker komplexe Sachverhalte den Kreistagsmitgliedern zu erklären suchte. Degenhardt sprach nur einige der wichtigsten Leistungen an, wie den „Kampf gegen die ewige Todesspirale der Kreisumlage“ oder die Gerichtsklagen wegen besserer Finanzausstattung.

Der neue Landrat Ralf Leßmeister ging in seiner Rede auf die „Meilensteine von essentieller Bedeutung“ ein, die als Aufgaben vor ihm liegen. Dazu gehöre, den Ausbau der Breitbandversorgung weiter voranzutreiben, die Fusionsgespräche der Sparkassen und die Verwaltungsreform. Er trete an, die Lebensqualität im Kreis zu erhalten und zu verbessern. Er sei sich seiner Verantwortung bewusst, setze sich mit ganzer Kraft und Können ein und werde ein „Landrat für alle“ sein. Er wisse das Vertrauen, das die Wähler in ihn gesetzt haben, zu schätzen: „Das bedeutet mir wirklich viel!“ Leßmeister erwarte eine offene und zielorientierte Zusammenarbeit, denn „lebhafte, faire, sachliche Debatten tun der Sache gut und setzen neue Impulse“. Im Fokus müsse immer stehen: „Es geht um unseren Landkreis.“ Eine bürgernahe Kommune drücke sich auch durch Bürgerbeteiligung aus und dafür brauche es Transparenz. „Bürgerbeteiligung ist heute unverzichtbar, denn Entscheidungen müssen mitgetragen werden“, sagte Leßmeister und das gehe nur gemeinsam.

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