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Dienstag, 04.09.2018
Kategorie: Pressemitteilung

Renaturierung und Hochwasserschutz gehen Hand in Hand

Lauter wird in naturnahen Zustand zurückversetzt

v.l.: Thomas Heidenreich, Ingenieurbüro Monzel und Bernhardt, Verbandsbürgermeister Harald Westrich, Landrat Ralf Leßmeister, Stadtbeigeordneter Peter Kiefer, Bettina Dech-Pschorn, Leiterin Referat Umweltschutz, Umweltstaatssekretär Thomas Griese, Oberbürgermeister Klaus Weichel, Stadtratsmitglied Elisabeth Heyd

Wie so viele Flüsse und Bäche wurde auch die Lauter im vorigen Jahrhundert in ein starres, schnurgerades Bachbett gezwängt. Das kann bei Starkregen fatale Folgen haben, wie die Überschwemmungen im Mai und Juni erst wieder gezeigt haben. Mit einem Großprojekt der Stadt Kaiserslautern, dem Landkreis Kaiserslautern, der VG Otterbach-Otterberg und zahlreichen Projektbeteiligten soll die Lauter ihr natürliches Gewässerbett zurückbekommen.

Glücklicherweise habe man inzwischen erkannt, wie wichtig naturbelassene Flussläufe seien, und zwar nicht nur als einzigartiger Lebensraum für Flora und Fauna, sondern auch als Naherholungsraum für den Menschen – vor allem sei dies auch ein wichtiger Faktor in der Hochwasservorsorge, sagte Stadtbeigeordneter Peter Kiefer anlässlich des offiziellen Spatenstichs zur Lauter-Renaturierung am 3. September. „Im Jahr 2000, damals flankierend zur Landesgartenschau, ist es glücklicherweise gelungen, einen ersten Teilabschnitt zu renaturieren. Dass wir nun endlich mit dem zweiten Abschnitt beginnen können, ist längst überfällig“, erklärte der Beigeordnete.
Beim Teilabschnitt II wird die Lauter auf einer Länge von etwa 1000 Metern bis zur Lampertsmühle renaturiert.

Das Land beteiligt sich mit 90 Prozent an den Kosten, das bedeutet für diesen zweiten Abschnitt einen Zuschuss von rund 1,19 Millionen Euro. „Die Folgen des Klimawandels sind spürbar – auch hier in Rheinland-Pfalz. Starkregen, Hochwasser, Hitze, Trockenheit: Wir müssen damit rechnen, dass diese Wetterextreme zunehmen. Neben der Förderung von Hochwasserschutzkonzepten, spielen die Maßnahmen der ‚Aktion Blau Plus‘ daher eine wichtige Rolle“, sagte Umweltstaatssekretär Thomas Griese anlässlich des Spatenstichs.

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