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Presseinformationen

Selbsthilfegruppe BALANCE in neuen Räumen

BALANCE für die Seele
Selbsthilfegruppe BALANCE in neuen Räumen

BALANCE ist eine Selbsthilfegruppe zur Bewältigung von Depressionen und Ängsten, die sich in Kaiserslautern Anfang 2010 auf Initiative von Ursula Maria Müller gebildet hat. Das Ziel der Gruppe, die ihren Namen in Anlehnung an bereits bestehende Vereinigungen gefunden hat, ist die Entstigmatisierung dieser Krankheit in der Öffentlichkeit.

Seit der ersten Informationsveranstaltung im Januar trifft sich eine Gruppe Betroffener aus Kaiserslautern und Umgebung in regelmäßigem Rhythmus, um gegenseitig Erfahrungen auszutauschen über sich selbst und über die individuellen Erscheinungsweisen der Depression. Ziel ist es, zu lernen, besser mit der Krankheit umzugehen und zur Bewältigung der Depression beizutragen. Das Alter der Erkrankten, mit ihren unterschiedlichen Lebensläufen und Schicksalen, liegt zwischen 18 und 75 Jahren. Vereinbart sind ganz bestimmte Regeln und Grenzen des Umgangs miteinander: Jeder bringt sich soweit in die Gruppe ein, wie er möchte, die gemeinsamen Gespräche sind streng vertraulich, jede Person bleibt ein Stück weit anonym, man kennt nur den Vornamen. Diese Form der Selbsthilfe in der Gruppe soll sich für den Einzelnen zu einem tragenden Netz in Krisensituationen entwickeln und hat sich bei Depressionen als hilfreiche Unterstützung und Ergänzung professioneller Therapien erwiesen.

Die Selbsthilfegruppe BALANCE hat mittlerweile in Kaiserslautern, Beethovenstraße 18, in den ehemaligen Räumlichkeiten einer Bäckerei eine eigene Anlaufstelle mit einem gemütlichen Raum für Gesprächsrunden, Workshops, Treffs und weitere therapeutische Angebote. Kreisbeigeordneter Gerhard Müller und Michael Merkert, Leiter des sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes, besuchten den neuen Standort von BALANCE und überreichten der Initiatorin Ursula Maria Müller eine kleine Anschubsfinanzierung.

Kreisbeigeordneter Müller begrüßte diese Initiative zur Selbsthilfe: BALANCE biete für Menschen in Stadt und Kreis Kaiserslautern, deren Seele verletzt sei, eine wichtige Hilfe. Wenn die Arbeit so kontinuierlich weitergehe, habe die psychiatrische Abteilung des Gesundheitsamtes großes Interesse, die Selbsthilfegruppe auch weiterhin zu unterstützen, bekräftigte auch Michael Merkert vom Gesundheitsamt.

Wer Kontakt zu der Gruppe aufnehmen möchte, kann Ursula Maria Müller unter der Telefonnummer 0175 - 4453923 erreichen oder eine Mail schicken an: ursulamaria.amadeus(at)t-online(dot)de.