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Wohngeld

Wohngeld
Zur wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens wird auf Antrag Wohngeld als Zuschuss zu den Aufwendungen für den Wohnraum gewährt. Wohngeld ist der Oberbegriff für Miet- und Lastenzuschüsse. Auf Wohngeld besteht ein Rechtsanspruch. Jeder, der die Voraussetzungen erfüllt, sollte seinen Anspruch geltend machen.

Die Höhe des Wohngeldes hängt ab vom Familieneinkommen, von der monatlich zu zahlenden Miete bzw. Belastung und von der Zahl der Familienmitglieder. Dabei werden kinderreiche Familien stärker begünstigt als kleinere Haushalte.

Formulare Wohngeld

Erhalten Sie

  • Arbeitslosengeld II (nach dem neuen Sozialgesetzbuch II)
  • Sozialhilfe (nach dem Sozialgesetzbuch XII)
  • Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei voller Erwerbsminderung (nach dem Sozialgesetzbuch XII)
  • Leistungen der ergänzenden Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem BVG
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Leistungen der Jugendhilfe nach dem Sozialgesetzbuch VIII und leben in Ihrem Haushalt nur Personen, die solche Leistungen beziehen
  • Hilfen in besonderen Lebenslagen (nach dem Sozialgesetzbuch XU, frühere Bundessozialhilfegesetz)

und werden bei deren Berechnung Ihre Kosten der Unterkunft (Miete, Belastungen für Ihr Haus- oder Wohnungseigentum) berücksichtigt, so haben Sie  grundsätzlich keinen Anspruch auf Wohngeld. Ihre Kosten der Unterkunft werden bereits durch die o.g. Leistungen abgedeckt. Ob bei der Berechnung Ihrer Sozialleistung die Unterkunftskosten berücksichtigt wurden, erfahren Sie aus Ihrem Leistungsbescheid oder von der gewährenden Stelle (z. B. Sozialamt, Jugendamt, Agentur für Arbeit). Sofern sie auf die Inanspruchnahme einer der obigen Leistungen verzichten, sind Sie weiterhin zur Antragstellung nach dem Wohngeldgesetz berechtigt. Die Gewährung von Wohngeld neben der Gewährung einer der oben genannten Leistungen ist nicht möglich!

Sofern Sie eine der oben genannten Leistungen beziehen, sind auch Ihr Partner (d. h. der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte, der/die Partnerin in einer eheähnlichen Gemeinschaft, der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner), sowie die mit Ihnen in Ihrem Haushalt lebenden minderjährigen, unverheirateten Kinder, die den eigenen Lebensunterhalt nicht selbst durch eigenes Einkommen bestreiten können, vom Wohngeldbezug ausgeschlossen.

Ausnahme

Wenn zu Ihrem Haushalt auch Familienmitglieder gehören, die keine der vorgenannten Leistungen beziehen, so besteht in bestimmten Fällen nur für diese Person/en weiterhin grundsätzlich ein Anspruch auf Wohngeld. Dies bedeutet, dass Sie als Antragberechtigte/r für diese Personen einen Antrag auf Wohngeld stellen können.

Beispiel

Herr und Frau A sind Mieter und wohnen zusammen mit der Mutter von Frau A in einer Wohnung. Herr A bezieht anstelle der bisherigen Arbeitslosenhilfe das neue Arbeitslosengeld II und für seine Frau Sozialgeld nach dem Sozialgesetzbuch II. Die 60jährige Mutter von Frau A erhält eine kleine Witwenrente.

  1. Herr und Frau A haben für sich keinen Anspruch auf Wohngeld, da die Wohnraumkosten anteilig (2/3) in die Berechnung der Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II einfließen.
  2. Für die Mutter von Frau A werden keine Leistungen nach den auf Seite l angeführten Gesetzen gezahlt. Für ihre anteiligen Wohnraumkosten kann Herr A als antragsberechtigter Mieter und Haushaltsvorstand im Sinne des Gesetzes einen Antrag auf Wohngeld stellen. Dabei werden nur ihr Einkommen und ihre anteilige Miete berücksichtigt.

Bitte beachten Sie, dass Sie bereits dann schon vom Wohngeld ausgeschlossen sind, wenn Sie einen Antrag auf eine der oben genannten Sozialleistungen gestellt haben. Sollte dieser Antrag abgelehnt werden, kann nachträglich noch ein rückwirkender Wohngeldantrag gestellt werden.

Kontakt
Name Telefon Fax Raum
Rödel, Lisa 0631 7105-443 0631 7105-566 112
Schach, Jasmin 0631 7105-441 0631 7105-566 112