Sie befinden sich hier: Verwaltung - Kreis- und Ortsentwicklung

Beiträge zur Ortsentwicklung im Landkreis Kaiserslautern

Ortsentwicklung bezeichnet die räumliche, historische sowie strukturelle Gesamtentwicklung der Gemeinde. Der Begriff wird als aktiver Planungs- und Veränderungsprozess verstanden.

Bei der Ortsentwicklungsplanung geht es daher um die Steuerung der Gesamtentwicklung des Dorfes, bei der die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und ökologischen Entwicklungen besondere Beachtung finden. Ortsentwicklung verlangt somit eine interdisziplinäre, integrierte und zukunftsgerichtete Herangehensweise.

Die Ortsentwicklung steht durch gesellschaftliche Tendenzen wie z. B. dem demographischen Wandel, die Globalisierung, der Verankerung der Nachhaltigkeit auf der lokalen Ebene sowie durch eine neue Beteiligungskultur der Bürger an dem Entwicklungsprozess vor neuen Herausforderungen.

Instrumente der Ortsentwicklung sind insbesondere:

  • Dorfentwicklungsplan / Rahmenplan
  • Ortsentwicklungsprojekte für einen mittelfristigen Zeitraum
  • Fachpläne
  • Lokale Nachhaltigkeitsstrategien
  • Flächennutzungsplan
  • Bebauungsplan
  • Vorhaben- und Erschließungsplan
Präsentation zu den Ergebnissen des Kooperationsprojektes zwischen TU und dem Landkreis Kaiserslautern
Präsentation zu den Ergebnissen des Kooperationsprojektes zwischen TU und dem Landkreis Kaiserslautern
Präsentation zu den Ergebnissen des Kooperationsprojektes zwischen TU und dem Landkreis Kaiserslautern
Präsentation zu den Ergebnissen des Kooperationsprojektes zwischen TU und dem Landkreis Kaiserslautern
Präsentation zu den Ergebnissen des Kooperationsprojektes zwischen TU und dem Landkreis Kaiserslautern
Präsentation zu den Ergebnissen des Kooperationsprojektes zwischen TU und dem Landkreis Kaiserslautern

Gemeinsames Forschungsprojekt der TU Kaiserslautern und des Landkreises Kaiserslautern – 2017/2018

Am Montag, dem 05.02.2018 fand in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung Kaiserslautern, im ehemaligen SWK-Gebäude, eine Präsentation zu den Ergebnissen des Kooperationsprojektes zwischen der TU Kaiserslautern und dem Landkreis Kaiserslautern „Konzeptionen in der Ortsentwicklung“ statt.

Studenten des Masterstudienganges im Lehrgebiet „Stadt- und Regionalentwicklung“, der TU Kaiserslautern haben sich während Ihres Wintersemesters 2017/2018 mit den individuellen Herausforderungen und Problemstellungen, ausgewählter Ortsgemeinden: Hütschenhausen, Martinshöhe und Reichenbach-Steegen, beschäftigt:

Hütschenhausen

  • Freiflächengestaltung rund um das Bürgerhaus als attraktive, generationenübergreifende Begegnungsstätte

Martinshöhe

  • Verkehrsberuhigung der Zweibrücker Straße (Hauptverkehrsstraße), sowie Einbindung des Dorfplatzes in den Straßenraum

Reichenbach-Steegen

  • Vitalisierung der Bahnhofstraße und Nachnutzungsideen für das leerstehende, ehemalige Raiffeisengebäude

Kern der Übung war in jeder Ortschaft eine Projektwerkstatt, die von den Studierenden eigenständig mit den Akteuren vor Ort durchgeführt wurde. Als Fazit wurde ein Konzept mit konkreten Lösungsansätzen und Handlungsempfehlungen erstellt, mit denen die jeweiligen Gemeinden weiter arbeiten können.

Dieses Kooperationsprojekt knüpfte an die bereits 2016/2017 durchgeführte Runde an. Im vergangen Jahr konnten die Ortsgemeinden Kindsbach, Otterbach, Trippstadt und Frankenstein bedient werden.

Die Arbeit mit den Studenten wurde von Vertretern der TU Kaiserslautern, Fachgebiet Stadtumbau und Ortsentwicklung (Prof. Dr. Holger Schmidt und Dr.-Ing. Thomas Fischer), sowie seitens Vertretern der Kreisverwaltung Kaiserslautern, Fachbereich Kreis- und Ortsentwicklung (Dipl.-Ing. René Mar und Dipl.-Ing- (FH) Annette Diederich) betreut.

Gesprächskreis im Landsalon.Raiffeisen, Reichenbach-Steegen
Gesprächskreis im Landsalon.Raiffeisen, Reichenbach-Steegen
Gesprächskreis im Landsalon.Raiffeisen, Reichenbach-Steegen
Gesprächskreis im Landsalon.Raiffeisen, Reichenbach-Steegen
Gesprächskreis im Landsalon.Raiffeisen, Reichenbach-Steegen

Gesprächskreis vor Ort im Landsalon.Raiffeisen in Reichenbach-Steegen

Am Mittwoch, den 07.09.2016 fand im ehemaligen Raiffeisengebäude in der Bahnhofstraße in Reichenbach-Steegen ein Gesprächskreis vor Ort statt. Das Ortsbild prägende und gemeindeeigene Gebäude im Ortsteil Reichenbach-Steegen steht seit Jahren leer und sucht nach einer neuen Nutzung.

Der Gesprächskreis ist ein seit dem Jahr 2013 unter dem Titel Demografie – Leerstand – Innenentwicklung eingerichtetes, informelles Planungsforum, in dem sich Teilnehmer aus der Kommunalpolitik, der Verwaltung, öffentlichen Institutionen, Planern und zivilgesellschaftliche Akteure über aktuelle Themen der Gemeindeentwicklung im Landkreis Kaiserslautern austauschen.

Zwischennutzung und Bürgerschaftliches Engagement im Mittelpunkt

Die Veranstaltung richtete sich an die Bürgermeister/innen unserer Gemeinden im Landkreis und widmet sich im Kontext demografischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Raum- und Siedlungsstrukturen in der Region insbesondere möglichen Beteiligungs- und Revitalisierungsstrategien zur Ortsentwicklung. Neben Beiträgen von Landrat Paul Junker, zivilgesellschaftlicher Akteure und Vertreter örtlicher Vereine wurde das Planungsforum durch die TU Kaiserslautern, FG Stadtumbau + Ortserneuerung, Prof. Dr.-Ing. Holger Schmidt und Dr.-Ing. Thomas Fischer durch Impulsvorträge unter den Titeln Zwischennutzung als Impuls der Ortsentwicklung und Bürgerschaftliches Engagement als Ressource der Ortsentwicklung fachlich unterstützt.

Die Vorträge widmeten sich den Mitwirkungsmöglichkeiten von Vereinen und Bürgern am Prozess der Ortsentwicklung. Anhand von Praxisbeispielen konnte gezeigt werden, wie gerade an Identität stiftenden Stätten ähnlich des ehemaligen Raiffeisengebäudes durch Kulturveranstaltungen lebendige Orte geschaffen werden können. Jörg Heieck, bekannter Fotograf aus Kaiserslautern, der sich in seinen Arbeiten intensiv mit der Wirkung und Wahrnehmung regionaler Landschaften und Heimatbildern beschäftigt, unterstrich die Bedeutung einer verstärkten Hinwendung lokaler Akteure auf die eigene Umgebung. „Die Region, der Landkreis mit seinen Gemeinden hat viel Potential und Alleinstellungsmerkmale, die es nicht nur aus touristischer Sicht zu fördern gilt.“ Den musikalischen Rahmen gestalteten David und Susanne Punstein aus Schneckenhausen. Für das kulinarische Angebot mit landestypischen Spezialitäten aus Eritrea und Syrien sorgte das Integrationsteam der Gemeinde Reichenbach-Steegen.

Teilnehmer am Gesprächskreis seit 2013

  • Barbara Schommer Ortsbürgermeisterin Martinshöhe
  • Knut Böhlke Ortsbürgermeister Kindsbach
  • Eckhard Vogel Ortsbürgermeister Frankenstein
  • Dirk Wagner Ortsbürgermeister Reichenbach-Steegen
  • Ralf Leßmeister Ortsbürgermeister Hütschenhausen
  • Martin Müller Stadtbürgermeister Otterberg
  • Harald Westrich Verbandsgemeindebürgermeister Otterbach-Otterberg
  • Andreas Alter Verbandsgemeindebürgermeister Enkenbach-Alsenborn
  • Dr. Peter Degenhard Verbandsgemeindebürgermeister Landstuhl
  • Thomas Becker Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung Landstuhl
  • Walter Rung Verbandsgemeindebürgermeister Hochspeyer
  • Klaus Schläfer Projekt- und Immobilienentwicklung
  • Thomas Fischer TU Kaiserslautern Stadtumbau + Ortserneuerung
  • Robert Freisberg + Susanne Tschirschky Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz
  • Christian Plöhn Entra Regionalentwicklung

Weitere Beiträge zur Ortsentwicklung im Landkreis Kaiserslautern