Aviäre Influenza (Geflügelpest)

Aktuelles

Deutschland und Europa erlebte zwischen dem 30.10.2020 und April 2021 die bisher schwerste Geflügelpest-Epizootie. Trotz eines deutlichen Rückgangs von Fällen und Ausbrüchen im Laufe des Frühjahrs 2021 erfolgten Nachweise von HPAIV H5 bei Wasser- und Greifvögeln über den Sommer hinweg vor allem in den nordischen Ländern Europas. Seit Mitte Oktober 2021 gibt es in Deutschland wieder vermehrt Funde von HPAIV-infizierten Wildvögeln in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sowie erste Einträge bei Geflügel und gehaltenen Vögeln. Das Risiko einer Ausbreitung von HPAIV H5 bei Wildvögeln sowie einer Übertragung auf Geflügel und gehaltene Vögel in Deutschland wird als hoch eingestuft. Es wird dringend empfohlen, Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügelhaltungen zu überprüfen und, wenn nötig, zu verbessern.

Das Landesuntersuchungsamt (LUA) berichtet in seiner aktuellen Pressemitteilung vom 12.11.2021:
„Die Geflügelpest hat nun auch Rheinland-Pfalz erreicht. An zwei See-Standorten im Westerwaldkreis wurden in den vergangenen Tagen mehrere verendete Wildvögel gefunden, bei denen der im Landesuntersuchungsamt (LUA) nachgewiesene Verdacht einer Infektion mit dem H5N1-Virus vorlag. Dieser Verdacht wurde inzwischen durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als Nationales Referenzlabor bestätigt.
Alle Geflügelhalterinnen und -halter sind zum Schutz ihrer Tiere aufgerufen, die Vorgaben der Veterinärämter einzuhalten und ihre betrieblichen Biosicherheitsmaßnahmen kritisch zu prüfen, wo nötig zu optimieren und konsequent umzusetzen. Es gilt den direkten und indirekten Kontakt von Hausgeflügel und Wildvögeln zu vermeiden. Bei erhöhten Tierverlusten im Bestand oder klinischen Anzeichen, die auf Geflügelpest schließen lassen, ist zudem eine veterinärmedizinische Untersuchung im LUA vorgeschrieben, um das Vorliegen einer Infektion mit Geflügelpestviren auszuschließen. Auch auf den Zukauf von lebendem Geflügel sollte bis auf weiteres verzichtet werden. Sollten Geflügelhaltungen bislang nicht beim zuständigen Veterinäramt registriert worden sein, sollte dies schnellstens nachgeholt werden.“

Den vollständigen Artikel und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des LUA unter Westerwaldkreis: Erste Fälle von Geflügelpest im Land (rlp.de)

Es gilt noch immer, dass die Bevölkerung vermehrte Totfunde bei Wasservögeln, aber auch Funde toter Greifvögel dem Veterinäramt zur Bergung und Untersuchung melden soll. Bitte nehmen Sie in diesen Fällen telefonisch Kontakt mit uns auf. Bei Singvögeln wurde das Vogelgrippevirus bisher nicht nachgewiesen. Eine Untersuchung dieser Vogelarten wird aus diesem Grund nicht eingeleitet.

Geflügelhalter, die bei ihren Tieren Krankheitssymptome wie Atemnot, Apathie, Flüssigkeitsansammlungen an der Kopfregion, Durchfall oder einen Abfall der Eiproduktion beobachten oder es in den Beständen sogar zu vermehrten Todesfällen kommt, sollten sich umgehend mit der Veterinärbehörde der Kreisverwaltung in Verbindung setzen.

Geflügelhalter sollten ihre Betriebe – stets – auf ihre Biosicherheit hin überprüfen (siehe Checkliste des FLI in der Linkliste weiter unten).

Für den Fall einer Aufstallung ist es zudem wichtig, dass die Tiere tierschutzgerecht untergebracht sind. Dies können Sie jetzt schon überprüfen. Ein Merkblatt hierzu finden Sie auf der Homepage des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH) unter diesem Link: Geflügelpest: im Herbst erhöhte Gefahr » Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Weitere Informationen zur Geflügelpest für Geflügelhalter finden Sie unter Geflügelpest Landesuntersuchungsamt (rlp.de)

Erfassungsbogen für Geflügelhaltungen können sowohl hier auf der Homepage als auch telefonisch bei der Kreisverwaltung Kaiserslautern unter der Telefonnummer 0631 7105-450 angefordert werden.

 

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Name Telefon Fax Raum
Dr. Hofmann, Holger 0631 7105-452 0631 7105-457 G128