Aviäre Influenza (Vogelgrippe)

Aktuelles

In Deutschland sind seit Ende Oktober 2020 durch das Nationale Referenzlabor für Aviäre Influenza/Geflügelpest des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) etwa 1.000 HPAIV (= Hochpathogenes Aviäres Influenza Virus) H5-Fälle bei Wildvögeln und 133 Ausbrüche bei Geflügel, davon sechs bei gehaltenen Vögeln in Tierparks oder ähnlichen Einrichtungen, festgestellt worden. Das Risiko der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen und des Eintrags in Geflügelhaltungen und Vogelbeständen (z.B. zoologische Einrichtungen) wird als hoch eingestuft. Derzeit ist von einem hohen Eintragsrisiko durch Verschleppung des Virus zwischen Geflügelhaltungen (Sekundärausbrüche) auszugehen. Äußerste Vorsicht ist bei (mobilem) Handel mit Lebendgeflügel angezeigt. Biosicherheit in den Geflügelhaltungen sollte weiterhin überprüft und optimiert werden.

Es gilt noch immer, dass die Bevölkerung vermehrte Totfunde bei Wasservögeln, aber auch Funde toter Greifvögel dem Veterinäramt zur Bergung und Untersuchung melden soll. Bitte nehmen Sie in diesen Fällen telefonisch Kontakt mit uns auf. Bei Singvögeln wurde das Vogelgrippevirus bisher nicht nachgewiesen. Eine Untersuchung dieser Vogelarten wird aus diesem Grund nicht eingeleitet.

Das Landesuntersuchungsamt weist in seiner aktuellen Pressemitteilung vom 01.04.2021 auf die erhöhte Gefahr durch mobilen Handel hin:

Das Landesuntersuchungsamt (LUA) rät Geflügelhaltern in Rheinland-Pfalz aktuell zur Vorsicht beim Kauf von Tieren für ihre Bestände. Die Geflügelpest (Vogelgrippe) grassiert seit Monaten bei Wildvögeln, aber auch Bestände mit Hausgeflügel waren in Deutschland zuletzt immer wieder von der Tierseuche betroffen. Nun steht ein mobiler Händler aus Delbrück im Kreis Paderborn im Verdacht, Tiere aus einem mittlerweile als infiziert bestätigten Bestand in mehreren Bundesländern angeboten und die Erkrankung dadurch weiterverbreitet zu haben.

Mobile Händler verkaufen ihre Tiere auf legale Weise direkt vom LKW herunter. Sie bieten sie an zuvor festgelegten Verkaufsstellen wie Markplätzen oder Autobahnparkplätzen an. Rheinland-Pfalz ist nach jetzigem Kenntnisstand nicht vom aktuellen Fall betroffen; die Dokumentation des Händlers ist allerdings unvollständig.

Tierhalter im Land, die in den vergangenen Wochen Geflügel von mobilen Händlern aus dem Kreis Paderborn gekauft haben, sollten sich deshalb vorsorglich mit dem Veterinäramt ihrer Kreisverwaltung in Verbindung setzen. Das gilt insbesondere, wenn ihre Tiere Krankheitssymptome wie Atemnot, Apathie, Flüssigkeitsansammlungen an der Kopfregion, Durchfall oder einen Abfall der Eiproduktion zeigen oder es sogar zu vermehrten Todesfällen kommt.

Den vollständigen Artikel und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des LUA unter https://lua.rlp.de/de/presse/detail/news/News/detail/gefluegelpest-erhoehte-gefahr-durch-mobilen-handel/  

Erfassungsbogen für Geflügelhaltungen können sowohl hier auf der Homepage als auch telefonisch bei der Kreisverwaltung Kaiserslautern unter der Telefonnummer 0631 7105-450 angefordert werden.

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Name Telefon Fax Raum
Dr. Hofmann, Holger 0631 7105-452 0631 7105-457 G128