Der Landkreis Kaiserslautern hat im September 2025 mit der Entwicklung eines Klimaanpassungskonzepts begonnen. Mit dem Klimaanpassungskonzept erweitert der Landkreis sein seit 2023 bestehendes Klimaschutzkonzept um Maßnahmen, die die Region widerstandsfähiger gegenüber Klimafolgen machen. Dabei spielen neben organisatorischen und baulichen Maßnahmen insbesondere Maßnahmen des natürlichen Klimaschutzes eine zentrale Rolle. Sie nutzen die Wirkung von Natur und Landschaft, um beispielsweise Kühlung zu schaffen, Wasser in der Fläche zu halten und Risiken bei Starkregen zu mindern.
Im Rahmen der Konzepterstellung wurde am 08. Juni 2026 ein Maßnahmenworkshop mit Fachleuten aus verschiedenen Abteilungen und Fachbereichen der Kreisverwaltung, Vertretenden der Verbandsgemeinden, Kreistagsmitgliedern, Akteuren aus Forstämtern, Hilfsorganisationen, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, Versorgungseinrichtungen, entsprechenden Vereinen und Organisationen sowie aus der Wissenschaft veranstaltet.
Der erste Kreisbeigeordnete Jan Schneider führte gemeinsam mit der Klimaanpassungsmanagerin des Landkreises Kaiserslautern Cecile Wesseling in die Veranstaltung ein. Er betonte noch einmal die Wichtigkeit der Thematik und freute sich darüber, dass der Landkreis sich mit der Erarbeitung des Klimaanpassungskonzeptes frühzeitig und bestmöglich auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet. Frau Valeria Dobler und Frau Anika Pahl von der Intep – Integrale Planung GmbH sowie Herr Sebastian Kupski präsentierten den aktuellen Stand der Arbeiten und begleiteten die Arbeitsphase.
Basierend auf den zuvor erarbeiteten Erkenntnissen aus der Bestandsaufnahme und der Betroffenheitsanalyse konnten bereits Hotspots im Landkreis festgelegt werden, an denen der Handlungsbedarf, aufgrund von hoher Hitzebelastung, einer geringen oder nicht vorhandenen Kaltluftzufuhr sowie der erhöhten Gefahr bei Starkregenereignissen, sehr hoch ist.
Im Rahmen des Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden Maßnahmenvorschläge in den zuvor festgelegten Handlungsfeldern „Menschliche Gesundheit und Bevölkerungsschutz“, „Liegenschaften und Infrastruktur“ und „Blau-Grüne Infrastruktur“. In drei Arbeitsschritten wurden mögliche Maßnahmen identifiziert, priorisiert und konkretisiert. Im weiteren Vorgehen werden die erarbeiteten Maßnahmenideen in die Konzepterstellung integriert.
Die Kreisverwaltung Kaiserslautern bedankt sich bei allen Mitwirkenden für die gelungene Zusammenarbeit und den intensiven Austausch.
9. Juni 2026 von Reiner Voß