Eine besondere Schulstunde erlebten die Siebtklässler des Sickingen-Gymnasiums in Landstuhl: Der Rettungsdienst des Landkreises Kaiserslautern war vor Ort, um den Schülerinnen und Schülern das Verhalten im Ernstfall beizubringen.
Konkret ging es um das schnelle Eingreifen bei einem Herzstillstand, um das Überleben der betroffenen Person zu retten. Katharina Clemens erklärte anschaulich anhand einer Puppe, was mittels Herzmassage getan werden muss, um die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes zu nutzen.
„Jedes Jahr erleiden in Deutschland 60.000 Menschen einen Herzstillstand“, erklärte Clemens. Daher sei es wichtig, Kindern und Jugendlichen beizubringen, wie sie selbst helfen können.
Nach der Theorie folgte die Praxis, in Zweiergruppen durften sich die Schülerinnen und Schüler selbst an einer Puppe versuchen, unter Anleitung des Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes (ÄLRD) im Landkreis, Christian Hardt, sowie einer weiteren Mitarbeiterin und einem Mitarbeiter des Rettungsdienstes.
Frank Dick, stellvertretender Schulleiter und selbst Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserslautern, sieht in dieser Aktion eine willkommene Stärkung der Notfallkompetenz der Bevölkerung. Ziel ist es zudem, den Schulsanitätsdienst vor Ort wieder aufzubauen. Die Notfallkurse sollen von den Schülerinnen und Schülern alle zwei Jahre wiederholt werden.
Erster Kreisbeigeordneter Jan Schneider zeigte sich erfreut über die Bereitschaft der jungen Menschen, einzugreifen und zu helfen. „Es geht darum, Berührungsängste zu nehmen und jedem die Fähigkeit an die Hand zu geben, um ein Leben zu retten“, betonte er die Bedeutung solcher Vor-Ort-Aktionen.
Mehr Informationen zum Thema gibt es unter www.wiederbelebung.de
18. Juni 2026