54 Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen Zeichen für gelebte Inklusion Kaiserslautern. In der Bowlingbahn Kaiserslautern fand das dritte inklusive Bowlingturnier des Bowlingvereins Kaiserslautern statt. Insgesamt 54 Personen nahmen teil und setzten damit ein sichtbares Zeichen für Teilhabe, Respekt und ein selbstverständliches Miteinander.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Thomas Becker, einem der Organisatoren. Gemeinsam mit Thomas Helfrich hatte er das Turnier vorbereitet und durchgeführt.
Bereits vor zwei Jahren hatte der Bowlingverein erstmals ein inklusives Turnier veranstaltet. Aufgrund der großen Resonanz wurde die Veranstaltung nun zum dritten Mal in Folge ausgerichtet. Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen kamen zusammen, um gemeinsam Sport zu treiben und neue Begegnungen zu erleben.
Ein wichtiger Bestandteil des Vereins ist die Abteilung „Carpe Diem“. Seit 13 Jahren treffen sich dort Menschen mit Beeinträchtigungen und einer Leidenschaft für den Bowlingsport regelmäßig im Planet Bowling. Aus ursprünglich sechs Mitgliedern ist inzwischen eine Gruppe mit 30 Mitgliedern gewachsen. Die Abteilung verfolgt das Ziel, jede und jeden Einzelnen entsprechend den individuellen Fähigkeiten zu fördern und zu unterstützen.
Die Teams traten als gemischte Paare an. Die Person mit Beeinträchtigung machte jeweils den ersten Wurf, anschließend übernahm die Person ohne Beeinträchtigung den zweiten Wurf. So wurde aus zwei einzelnen Würfen ein gemeinsames Spielerlebnis, das von gegenseitiger Unterstützung, Vertrauen und Freude am Sport geprägt war.
Der Bürgermeister der Stadt Kaiserslautern Manfred Schulz betonte, dass das Turnier zugleich einen passenden Beitrag zu den Feierlichkeiten anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums leiste. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten damit ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion in der Stadtgesellschaft.
In seinen Grußworten würdigte Peter Schmidt, Kreisbeigeordneter des Landkreises Kaiserslautern, das Engagement der Organisatoren, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie des Teams der Bowlingbahn. Bei dem Turnier gehe es um mehr als Punkte, Strikes oder Spare. Inklusion werde nicht nur gefordert, sondern gemeinsam gelebt. Der Sport verbinde Menschen, baue Barrieren ab und ermögliche Begegnungen.
Dank galt allen Beteiligten, insbesondere dem Bowlingverein Kaiserslautern, den Betreuerinnen und Betreuern, der Lebenshilfe Westpfalz, vertreten durch Walfried Weber, sowie dem Team der Bowlingbahn für ihre Unterstützung und die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Das Turnier zeigte eindrucksvoll, wie gemeinsamer Sport Menschen verbindet und ein selbstverständliches Miteinander ermöglicht.
6. Oktober 2026 von Reiner Voß