Was passiert bei einem schweren Unglücksfall im Landkreis Kaiserslautern?
Diese Frage stand am Samstag, 26. September 2026, im Mittelpunkt des zweiten landesweiten Landesübungstags 2026 für den Brand- und Katastrophenschutz. Fast acht Stunden lang wurde die Handlungsfähigkeit der Kreisverwaltung im Ernstfall geprobt. Ziel war es, ein realistisches Lagebild zu erzeugen und die Abläufe bei landesweiten Katastrophenfällen zu simulieren.
Realistisches Unwetter-Szenario
Das in Echtzeit ablaufende Übungsszenario ging von einer schweren Unwetterlage mit Sturmböen und Starkregen aus. Die Folgen: Gebäudeeinstürze, Zug- und Verkehrsunfälle sowie Gebäudebrände – teilweise mit Eskalation der Alarmstufe. Fiktiv waren zwischen 500 und 800 verletzte Personen zu versorgen. Für zusätzlichen Realismus sorgten fingierte Anrufe und E-Mails besorgter Bürgerinnen und Bürger.
Einsatz im Kreishaus und im KBKV
Im Kreishaus Kaiserslautern wurde ein administrativ-organisatorisches Lagezentrum für den Krisen-Verwaltungsstab eingerichtet. Von dort aus wurden die fiktiven Hilfs- und Rettungsoperationen geplant und koordiniert. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung waren im Kreishaus im Einsatz; im Kompetenzzentrum für Brand- und Katastrophenschutz und Veterinärwesen (KBKV) nahmen – einschließlich der Übungsleitung – 21 Personen teil und deckten den operativ-taktischen Bereich des Übungsgeschehens ab. Fünf der sechs Verbandsgemeinden beteiligten sich mit insgesamt etwa 80 Personen.
Positive Bilanz der Verantwortlichen
Landrat Ralf Leßmeister dankte sowohl den Mitarbeitenden der Kreisverwaltung als auch den beteiligten Katastrophenschutz-Einheiten für ihr großartiges Engagement und ihre Einsatzbereitschaft. Ebenso bedankte er sich bei den Vertretern der Polizei, des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr und dem THW und den beteiligten freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinden, die ebenfalls in das Übungsgeschehen eingebunden waren. Der Erste Kreisbeigeordnete Jan Schneider, als Leiter der Abteilung Ordnung, Verkehr und Schulen, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf. „In Anbetracht der fiktiven Lage und des vorhandenen Personals hat diese Übung sehr gut geklappt“, so Schneider.
Nächster Schritt: Auswertung und Optimierung
In den anstehenden Nachbesprechungen soll nun analysiert werden, wo und wie die Vorgehensweise weiter verbessert werden kann. Der Landesübungstag findet künftig fest geregelt jährlich am letzten Samstag im September statt, um die Zusammenarbeit im Brand- und Katastrophenschutz regelmäßig zu erproben und die Abläufe für großflächige Schadenslagen weiterzuentwickeln.
29. September 2026