Übergewicht und Adipositas

Adipositas und Übergewicht

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Adipositas: Was steckt dahinter? 

Adipositas – oft als „Fettleibigkeit“ bezeichnet – ist eine chronische Erkrankung, die durch eine übermäßige Vermehrung des Körperfetts gekennzeichnet ist. Die Grundlage für die Gewichtsklassifikation bildet der Body Mass Index (BMI): Ab einem Wert von ≥ 30 kg/m² spricht man von Adipositas. Sie entsteht durch eine langfristig positive Energiebilanz – also dann, wenn wir mehr Energie über unsere Ernährung aufnehmen, als unser Körper verbraucht.

Zahlen und Fakten 

In Deutschland sind die Zahlen alarmierend:

  • Rund zwei Drittel der Männer (67%) und die Hälfte der Frauen (53%) sind übergewichtig (BMI ≥ 25 kg/m²).
  • Ein Viertel der Erwachsenen – 23% der Männer und 24% der Frauen – ist adipös (≥ 30 kg/m²).

Adipositas – mehr als nur ein Risikofaktor 

Adipositas ist heute als eigenständige chronische Erkrankung anerkannt. Gleichzeitig bleibt sie ein bedeutender Risikofaktor für viele körperliche und psychische Leiden:

  • 🩺 Stoffwechsel: Typ-2-Diabetes, Fettleber
  • 😴 Schlaf: Atemstörungen (Schlafapnoe)
  • 🚶 Beweglichkeit: Arthrose, Rücken- und Gelenkbeschwerden
  • 🧬 Fettstoffwechsel: Fettstoffwechselstörungen
  • ❤️ Herz: Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • 🎗️ Tumore: Erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten
  • 💬 Psychische Folgen: Stigmatisierung, Depressionen, Angststörungen

Das Risiko für Begleiterkrankungen steigt mit der Dauer und dem Schweregrad der Adipositas.


Was begünstigt Adipositas? 

Stellen Sie sich die Entstehung von Adipositas wie ein Mosaik vor, bei dem viele kleine Teile zusammenspielen:


Diese Vielschichtigkeit zeigt, dass Adipositas nicht durch Faulheit oder Willensschwäche verursacht wird – ein verbreitetes, jedoch falsches Vorurteil.

Finden Sie Selbsthilfegruppen in Ihrer der Nähe:

Deine drei Säulen für ein gesünderes Leben

🍎 Säule 1: Die Kraft der richtigen Ernährung

Dein Weg zu einem leichteren Leben beginnt in der Küche! Eine ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zur Adipositas-Therapie. Ziel ist es, die Energiezufuhr so zu regulieren, dass der Körper mehr verbraucht, als er aufnimmt. Bereits ein Energiedefizit von 500 bis 600 Kalorien pro Tag kann eine Gewichtsabnahme von 0,5 Kilogramm pro Woche bewirken – machbar und effektiv!

So gelingt dir die Ernährungsumstellung: 🚫 Was weniger werden sollte:

  • Hochverarbeitete Snacks und fett- oder zuckerreiche Lebensmittel
  • Gezuckerte Getränke und Fruchtsäfte

Was öfter auf deinen Teller darf:

  • Frisches Gemüse und Obst
  • Proteinreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Milchprodukte oder Nüsse
  • Ballaststoffreiche Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte

Tipp: Deine Ernährungsform sollte zu dir passen und langfristig umsetzbar sein!

💡 Extra-Tipp: Entdecke Präventionskurse, die von deiner Krankenkasse bezuschusst werden: Hier geht's zur Suche. Zusätzlich kannst du eine individuelle Ernährungsberatung nutzen, für die deine Krankenkasse häufig die Kosten anteilig übernimmt.

🚴‍♀️ Säule 2: Bewegung – dein täglicher Energie-Booster

Bewegung bringt dich weiter! Neben der Ernährung spielt körperliche Aktivität eine entscheidende Rolle für die Therapie. Sie kurbelt deinen Energieverbrauch an, stärkt deine Muskulatur und hilft dir, Gewicht zu halten.

Dein Ziel laut Leitlinie: Täglich 30 bis 60 Minuten Bewegung, egal ob Ausdauer- oder Krafttraining. Gelenkschonende Sportarten wie Walken, Wassergymnastik oder Radfahren sind für Menschen mit einem BMI über 35 kg/m² besonders empfehlenswert.

Du suchst noch nach dem passenden? Dann finde hier einen Verein für dich und deine Ziele.

🛠️ Kleine Veränderungen mit großer Wirkung:

  • 🚶 Treppen statt Fahrstuhl nehmen
  • 🚲 Kurze Strecken mit dem Rad statt dem Auto bewältigen
  • 🌅 Abends entspannende Spaziergänge machen
  • ⏱️ Alle 20 Minuten sitzende Tätigkeiten durch kurze Gehpausen unterbrechen

Beginne langsam und steigere dich Schritt für Schritt – alles angepasst an deine Fitness und Gesundheit! 💪

💭 Säule 3: Verhaltensänderung – raus aus alten Mustern

Mach Schluss mit dem Hamsterrad! Damit neue Gewohnheiten nachhaltig greifen, reicht es nicht, nur deine Bewegung und Ernährung zu verändern. Mit einer Verhaltenstherapie kannst du gezielt deinen Lebensstil verbessern und dich von alten Mustern lösen.

Was du in der Verhaltenstherapie lernst:

  • Deine Essgewohnheiten analysieren und bewusst ändern
  • Strategien entwickeln, um Rückschläge zu meistern und dranzubleiben
  • Neue und positive Alternativen für deinen Alltag finden

Deine Erfolgs-Booster:

  • 🎉 Freue dich über jeden kleinen Erfolg – Motivation ist der Schlüssel!
  • 🛒 Kaufe nur satt ein und vermeide große Vorräte an ungesunden Lebensmitteln
  • 🍽️ Halte feste Essenszeiten ein und lass den Bildschirm beim Essen aus
  • 🏃‍♂️ Entdecke Aktivitäten, die dir Spaß machen und für frischen Wind sorgen
  • 🤝 Suche dir Gleichgesinnte – zusammen geht vieles einfacher!
  • 🛌 Achte auf ausreichend Schlaf und eine feste Schlafroutine
  • 🧘‍♂️ Lerne Entspannungstechniken, die dir helfen, Stress abzubauen

Mit diesen drei Säulen legst du das Fundament für ein gesünderes Leben. Bereit für Veränderung?

Suchst du nach weiteren Informationen? Dann wirst du hier fündig.