Projekt „Ein Leben retten lernen“
Reanimationsunterricht für Schülerinnen und Schüler – ein Angebot des Rettungsdienstbereichs Kaiserslautern.
Jedes Jahr erleiden in Deutschland tausende Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Die ersten Minuten entscheiden über Leben und Tod – und genau hier setzt unser Projekt „Ein Leben retten lernen“ an. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse frühzeitig und praxisnah an die Basismaßnahmen der Wiederbelebung heranzuführen.
Um dieses wichtige Vorhaben umzusetzen, besuchen Teams aus unserem Rettungsdienstbereich die teilnehmenden Schulen und führen dort kostenlosen Unterricht durch. Die Kinder lernen, wie sie im Notfall richtig reagieren, einen Notruf absetzen und eine Herzdruckmassage durchführen.

Warum das Projekt so wichtig ist
Jede Minute ohne Reanimation senkt die Überlebenschance um etwa 10 %. Frühzeitige Laienreanimation verdoppelt bis verdreifacht die Überlebenswahrscheinlichkeit. Kinder und Jugendliche verlieren die Hemmschwelle, im Ernstfall zu helfen – und geben ihr Wissen oft an Familie und Freunde weiter.
Sieben Schulen machen bereits mit
Aktuell beteiligen sich sieben Schulen aus unserem Rettungsdienstbereich an dem Projekt. Dazu gehören Standorte in Kaiserslautern, Schönenberg‑Kübelberg, Ramstein, Landstuhl, Kusel und Kirchheimbolanden. Allein in diesem Jahr werden wir dadurch rund 1.000 Schülerinnen und Schüler in lebensrettenden Sofort-Maßnahmen schulen.
Unterstützung durch Fachpersonal
Damit der Unterricht fachlich hochwertig bleibt, wird er ausschließlich durch Rettungsdienstfachpersonal durchgeführt – Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter, Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten sowie Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter der 3 Hilfsorganisationen DRK, ASB und MHD. Auch das Westpfalz-Klinikum unterstützt.
Interessierte Einsatzkräfte können sich jederzeit melden und das Projekt aktiv unterstützen. Für die Teilnahme werden 6 Stunden FRRP‑Fortbildung anerkannt.
Ein Projekt für die gesamte Bevölkerung
„Ein Leben retten lernen“ stärkt nicht nur die Handlungssicherheit junger Menschen, sondern erhöht langfristig die Ersthelferquote in der gesamten Region. Jede geschulte Person kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen.
